Ihr Warenkorb ist leer

Gesunde Teiche

 

Freizeitgewässer, die wir gemeinhin als Teiche bezeichnen, sind stehende Gewässer, auch wenn Springbrunnen oder kleine Wasserläufe den Anschein von bewegtem Wasser vermitteln. Sie sind künstlich angelegt und haben ihren Ursprung in agrarischer Kultur – bei den Fischteichen. Ein Teich im Garten ist schön – braucht aber Pflege. Wenn wir heute Wasser im Garten genießen wollen, müssen wir dafür sorgen, dass alle organischen Substanzen (Organik), die in den Teich gelangen, nicht faulen können. Dazu gehören:

 

  • abgestorbene Wasserpflanzen und Laubeintrag

  • Fischfutter

  • Kot von Fischen und Vögeln

  • Stickstoffeinträge und andere Mineralien

Natürlicherweise kommt es durch zu viel an Organik zu Fäulnis im Teich. Am Grund des Teiches bildet sich auf der Organik eine schwarze glibberige Masse, die gegen Sauerstoff abdichtet. Die darunter liegenden Reste beginnt dann zu faulen. In einer Fäulnisschicht kann kein Abbau von organischen Substanzen erfolgen und es entwickelt sich ein fisch- und pflanzenfeindlicher Zustand. Das Milieu im Teich wird in der Folge durch Fäulnis dominiert und die nicht abgebauten und zunehmenden organischen Schichten führen zu Verschlammung mit Geruchsbildung (Mud) und Verlandung. Was in der Natur ein ganz normaler Vorgang wäre, ist in einem Gartenteich nicht das, was wir uns wünschen. Es ist also nötig, den Teich in seiner Regeneration zu unterstützen.

 

Dazu macht es Sinn zu schauen, wie weitere versteckte Organik in den Teich gelangen kann:

 

  • Bei älteren Folienteichen sollte man z.B. die Übergange von Folie und Garten untersuchen, um zu sehen, ob es Pflanzen gibt, die sowohl im Garten als auch im Teich wurzeln. Hier gäbe eine Verbindung , die je nach Witterung entweder das Teichwasser in den Garten zieht – oder umgekehrt nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren Nährstoffe aus dem Garten in den Teich transportiert werden. So kann z.B. Rasendünger in den Teich gelangen.

  • Der Anteil an Nährstoffen im Regen steigert sich von Jahr zu Jahr – man kann das z.B. an zunehmend bemoosten Hausdächern erkennen. Nährstoffreiches Wasser sollte auf keinen Fall zusätzlich in den Teich geleitet werden!

  • Auch Fisch- und Entenfutter bestehen aus Organik, es versteht sich von selbst, den Eintrag so gering wie möglich zu halten.

Unser Konzept der biologischen Teichpflege beschäftigt sich hier mit der Behandlung der Gewässer durch effektive Mikroorganismen. Die Regeneration wird dabei durch Zeolith- und Keramikpulver unterstützt. Auf diese Weise wird die schwarze Deckschicht des Teichschlammes in einem fermentativen Prozess angelöst, die Fäulnisschicht erhält Sauerstoff und kann natürlich mineralisieren, also Erde bilden. Sie müssen aus Ihrem Teich dann keine schlammigen und verfaulten Einträge mehr entfernen.

Exemplarisch für eine gelungene Behandlung steht die Regeneration des Teiches im Tierpark Petermoor in Bassum:

Vergrößerung: http://www.naturrat.de/nutzer/Petermoor.pdf

 

Hier kann man sehr schön nachvollziehen, wie sich ein Teich verändert, wenn milchsaure Mikroben das Milieu bestimmen, der Teich also fermentativ dominiert wird. Die Fäulnis beginnt wieder zu reagieren und verwandelt sich, so dass eine Mineralisierung möglich wird - wie beim Kompostieren.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch weitere Möglichkeiten zur Unterstützung des besseren Abbaus von Organik im Teich, denn ideal ist eine Mischung aus Sauerstoff, Pflanzen und Mikroben.

 

Es sollte daher auch mindestens 1/3 der Teichoberfläche bepflanzt sein. Diese Teichpflanzen sind unterstützend:

 

  • Kalmus (Acorus calamus)

  • Rohrkolben versch. (Typha div.)

  • Schilf (Phragmites australis)

  • Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus)

  • Teichsimse (Scirpus lacustris)

  • Zyperngras (Cyperus longus)

Wenn die Rinne tief genug ist, auch noch Wasserpflanzen wie:

 

  • Hornkraut (Ceratophyllum demersum)

  • Wasserpest (Elodea canadensis),

  • Tausendblatt (Myriophyllum verticilatum) und

  • Krebsschere (Stratiotes aloides) als natürlicher Wasserqualitätsindikator. Wenn sie sich vermehrt, ist die Wasserqualität gut. Die Krebsschere geht im Winter von selbst auf den Teichgrund und kommt im Frühjahr wieder hoch. Steht unter Naturschutz.

Am Besten sollten Sie pro m2 nicht mehr als drei Fische halten - und Pflanzenreste möglichst im Herbst entfernen und nicht im Frühjahr, da sonst Phosphate aus den Sedimenten ausgelöst werden, was vermehrt zu Algenwuchs führt.
 
Auch für Ihren Teich bieten wir Beratung und Behandlung an - nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

 


 


 

 

 

 

 

 


NaturRat®
Manufaktur
Karl-Rainer Figge e.K.
Vilser Schulstraße 21
27305 Bruchhausen-Vilsen
Telefon 04252 90 999 86
Telefax 04252 90 999 87
Mobil 0162 9732132
Mail info@naturrat.de